Leserückblick

Gelesen im Februar 2019.

Und schon ist auch der Februar wieder rum. Im Gegensatz zum Januar habe ich in den letzten vier Wochen weitaus weniger gelesen. Das lag daran, dass ich mit Die beste meiner Welten einfach nicht vorankam und mich ewig nicht entscheiden konnte, ob ich das Buch abbrechen sollte oder durchziehen und weiterlesen, bis ich mich am Ende fürs Pausieren entschieden habe. Warum, wieso, weshalb erzähle ich im nächsten Rückblick und der Rezension. Vier Bücher sind es also geworden, die alle sehr unterschiedliche Themen behandeln.

Ein Vierbeiner, der ans Herz geht

DSC_8336_bearbeitet-1Begonnen hat der Februar mit Nortons philosophische Memoiren vom Autoren Hakan Nesser. In dem neuesten Buch vom schwedischen Krimi-Autoren geht es um seinen geliebten, inzwischen verstorbenen Hund Norton, welcher ihm über viele Jahre ein treuer Freund war. Norton selbst ist der Erzähler des Buches, was dem Ganzen einen besonderen Charakter und viel Charme verleiht. Norton berichtet von den sehr glücklichen Jahren mit seinen Besitzern, den zahlreichen Umzügen in verschiedene Länder und tiefen Hunde-Freundschaften. Nesser schreibt sehr einfühlsam und authentisch, die Seiten sind hübsch illustriert und alles in allem ist es ein echtes Wohlfühlbuch!

Wer bin ich?

DSC_8393_bearbeitet-1Von Daniela Krien hatte ich bis zu Die Liebe im Ernstfall noch nichts gehört, auch wenn sie bereits zwei sehr erfolgreiche Romane veröffentlichte. Von ihrem neuesten Buch habe ich etwas ganz anderes erwartet, wurde aber dennoch nicht enttäuscht. Es geht um fünf Frauen im mittleren Alter, deren Lebenswege sich durch Zufall kreuzen. Sie alle haben Schicksalsschläge und Enttäuschungen erlebt, sind auf der Suche nach sich selbst und dem eigenen Glück. Krien hat einen angenehmen, schnörkellosen Schreibstil, der das Lesen zu einem Erlebnis macht. Zudem hat sie spannende Figuren erschaffen, die der Geschichte würdig sind.

Das Leben ist zu kurz für schlechte Beziehungen

DSC_8418_bearbeitet-2Das zumindest findet Autor Thomas Meyer, der in seinem Essay Trennt euch! zu schnelleren Trennungen aufruft. Denn wenn es nicht passt, wird es nie passen. Mit dieser und ähnlichen Aussagen provoziert Meyer und regt gleichzeitig zum Nachdenken an. Ich persönlich fand das Buch durchaus interessant, konnte mich mit den Punkten zum Thema Selbstachtsamkeit sehr gut anfreunden, bezogen auf die Beziehungen jedoch, fand ich die sehr polemischen Aussagen oft unangemessen und denke, dass es sich durchaus lohnen kann zu kämpfen. Jede Beziehung ist individuell und so sollte an sie herangegangen werden.

Zart, mächtig, australisch

DSC_8422.jpgMein letztes Buch für den zweiten Monat war Mr. Booker und ich. Die australische Autorin Cory Taylor ist 2016 leider verstorben. Mit ihrem erstmals 2010 erschienen Roman ist ihr eine Geschichte gelungen, die mich auch nach dem Lesen nicht sofort losließ. Sie handelt vom Erwachsenwerden, der ersten Liebe, Sex, Macht und dem Verlust. Eindringlich und mit viel Gefühl beschreibt Taylor die Gefühle der Protagonistin Martha. Ich mochte die bunt gemischten Charaktere, auch wenn nicht alle auf den ersten Blick sympathisch scheinen. Neben dem tollen Erzählstil Taylors sind sie es, welche die Geschichte tragen. Leider nervte mich ein kleiner Umstand dann doch immer wieder, was dem Buch aber wenig Abbruch tut.

Die statistischen Werte

Der Februar fiel etwas magerer aus als der Januar. Insgesamt waren es leider nur vier Bücher, die es in meinen Leserückblick schafften. 1015 Seiten habe ich im Februar gelesen und pro Buch brauchte ich im Schnitt 4,3 Tage um es zu lesen. Die sehr gute Wertung vom Januar konnte sich im Februar nicht halten. 3,8 Sterne habe ich im Schnitt für die Bücher vergeben. Von den vier gelesenen Büchern waren leider drei Rezensionsexemplare dabei und nur eins habe ich selbst gekauft. Dieser Umstand nervt mich dann doch ein bisschen, aber ich gelobe Besserung, denn mein SuB hält so viele tolle, selbstgekaufte Bücher bereit. Nichts desto trotz bin ich sehr froh, drei besonders schöne Reziexemplare gelesen zu haben und danke an dieser Stelle dem Ullstein- und dem Diogenes-Verlag, sowie dem Bloggerportal. Der März wird hoffentlich wieder lesereicher.


Welche Bücher habt ihr im Februar gelesen?

10 Kommentare zu „Gelesen im Februar 2019.

  1. Hey du Liebe 🙂
    Ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass du „nur“ vier Bücher gelesen hast. Wie wir schon vor Kurzem besprochen haben. Es gibt Menschen, die lesen auf das gesamte Jahr verteilt vier Bücher oder weniger und die Hauptsache ist ja, dass du die Freude am Lesen nicht verlierst. Der nächste Monat wird sicherlich wieder etwas erfolgreicher =)
    Alles Liebe
    Janika

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo 🙂 Ich finde deinen Lesemonat richtig toll! Es spielt ja absolut keine Rolle wie viele Bücher man liest, sondern ob sie einem auch wirklich gefallen haben! Neugierig hast du mich ja mit Mr. Booker und ich gemacht, ich muss mir das Buch auf jeden Fall vormerken!
    Hab einen tollen Wochenstart ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Das denke ich im Grunde auch. Wichtig ist es mir, überhaupt zu lesen und nickt aus dem Rhythmus zu kommen. Zudem macht lesen nur dann Sinn, wenn man sich wirklich auf das Buch einlassen kann. Freut mich, dass ich dich auf „Mr. Booker und ich“ neugierig machen konnte. Ich wünsche dir auch einen tollen Wochenstart!

      Gefällt 1 Person

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